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Gemeinsam für den Ernstfall: Kreiswasserwacht Erding übt Hochwasserszenario

Erding - Rund 50 Einsatzkräfte der Ortsgruppen Dorfen, Erding, Finsing und Wörth trainieren am Kronthaler Weiher in Erding – Zusammenarbeit und Einsatzbereitschaft stehen im Mittelpunkt.

Wenn Hochwasser Straßen überflutet, Menschen in Gefahr geraten und mehrere Einsatzstellen gleichzeitig bewältigt werden müssen, zählt jede Minute. Um für solche Situationen bestmöglich vorbereitet zu sein, führte die Kreiswasserwacht Erding Ende September eine gemeinsame Übung am Naherholungsgebiet Erding Nord durch. Rund 50 Einsatzkräfte aus den Ortsgruppen Dorfen, Erding, Finsing und Wörth beteiligten sich an dem Training, das zugleich den Abschluss der diesjährigen Sommersaison bildete.

Im Mittelpunkt stand ein fiktives Hochwasserszenario, in dessen Verlauf die Einsatzkräfte mit unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen konfrontiert wurden. Ziel war es, verschiedene Einsatzlagen unter möglichst realistischen Bedingungen zu bearbeiten, die Zusammenarbeit zwischen den Ortsgruppen weiter zu stärken und die Abläufe für einen möglichen Katastrophenfall zu festigen.

Gemeinsam handeln, wenn es darauf ankommt

Hochwasserlagen stellen Rettungsorganisationen vor besondere Herausforderungen. Menschen müssen möglicherweise aus gefährdeten Bereichen gerettet, gefährliche Situationen am und im Wasser bewältigt und Einsatzkräfte sowie Material sinnvoll koordiniert werden. Dabei kommt es nicht allein auf die fachliche Kompetenz der einzelnen Helferinnen und Helfer an. Entscheidend ist auch, dass die Zusammenarbeit über die Grenzen der eigenen Ortsgruppe hinweg funktioniert.

Genau hier setzte die Übung an: Die beteiligten Wasserwachtler mussten die vorgegebenen Szenarien gemeinsam bewältigen, ihre Fähigkeiten einbringen und die Zusammenarbeit untereinander trainieren.

Robert Blattenberger, Organisator der Übung, betont die Bedeutung des gemeinsamen Trainings: „Gerade bei größeren Schadenslagen müssen die einzelnen Ortsgruppen schnell und zuverlässig zusammenarbeiten. Solche Übungen helfen uns, unsere Abläufe aufeinander abzustimmen und im Ernstfall als eingespieltes Team handeln zu können.“

Wasserwacht: Mehr als Wachdienst am Badeweiher

Mit dem Ende der Badesaison endet für die Wasserwacht keineswegs die Arbeit. Neben der Absicherung von Badegewässern und der Rettung von Menschen aus dem Wasser gehören die Aus- und Fortbildung, sowie die Mitwirkung im Katastrophenschutz zu ihren zentralen Aufgaben. Bei Hochwasser und anderen größeren Schadensereignissen können speziell ausgebildete Wasserretter und weitere Einsatzkräfte gefordert sein.

Alexander Genstorfer, Technischer Leiter der Kreiswasserwacht Erding, unterstreicht den Stellenwert dieser Vorbereitung: „Eine Übung ist dann besonders wertvoll, wenn wir nicht nur unsere eigenen Fähigkeiten trainieren, sondern auch lernen, als gemeinsame Einheit zu funktionieren. Im Katastrophenfall müssen wir uns aufeinander verlassen können – und dieses Vertrauen entsteht vor allem durch regelmäßiges gemeinsames Training.“

Ein starkes Team für den Landkreis

Die Kreiswasserwacht Erding vereint die ehrenamtliche Arbeit ihrer Ortsgruppen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Landkreis. Ob im regulären Wasserrettungsdienst, bei der Ausbildung oder bei größeren Schadenslagen: Die Einsatzkräfte bringen ihre Freizeit, ihr Fachwissen und ihre Erfahrung ein, um Menschen in Not zu helfen. 

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