Sanitätsbereitschaften

Die erste Sanitätsbereitschaft wurde am 03.11.1912 in Erding gegründet. Damals als "Freiwillige Sanitätskolonne". Heute leisten über 200 aktive Mitglieder die Hauptarbeit im Sanitätswachdienst bei Veranstaltungen aller Art, im Sozialdienst, im Rettungsdienst und im Katastrophenschutz. Die Sanitätsbereitschaften arbeiten ehrenamtlich.

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In den Sanitätsbereitschaften kann sich jeder ehrenamtlich einbringen. In ganz verschiedenen Bereichen . Die Helfer setzen ihre Freizeit für eine interessante Aufgabe ein. Im Zeichen der Menschlichkeit.

Die Tätigkeitsbereiche sind:

Hundearbeit

Der Fachdienst Hundearbeit umfasst drei Bereiche: Rettungshunde, Besuchshunde und Breitenausbildung Hund.

Rettungshundestaffel

Rettungshundeeinsatz
 

Die Rettungshundestaffel besteht aus ehrenamtlichen Mitgliedern mit und ohne Hunde. Es gibt zum einen die Hundeführer/innen und zum anderen Helfer. Die Hundeführer/innen werden  bei uns mit seinem/ihrem Hund zum Flächensuche- oder Mantrailing-Team ausgebildet. Die Helfer ohne Hund unterstützen die Arbeit der Hundeführer vielseitig und hat wichtige Funktionen.  Übernimmt beispielsweise den  Funkverkehr und  die Orientierung. Für diese Aufgaben ist  der Umgang  mit Karte, Kompass und GPS sehr wichtig. Der Helfer muss Tag und Nacht eine sichere Orientierung im Gelände gewährleisten.

Der Mantrailerhund sucht nach einem bestimmten Menschen, anhand seines Individualgeruchs. Ein gut ausgebildeter Hund kann bis zu 48 Stunden die Spur der vermissten Person verfolgen. Der Hund trägt ein gut sitzendes Geschirr, mit einer 5-10 Meter langen Schleppleine. Der Hund nimmt den Geruch auf. Nach einem Startkommando geht die Suche los.

Der Flächensuchhund wird am häufigsten in Waldgebieten, aber auch an steilen Hängen und dicht zugewachsenen Flächen eingesetzt.  Die Flächensuchhunde suchen keinen bestimmten Menschen. Sie sind auf der Suche nach Menschen in ihrem zugewiesenen Suchgebiet.

Besuchshundegruppe

Besuchshund
 

Besuchshunde sind keine Therapie – oder Assistenzhunde. Der Hundeführer arbeitet nicht als Pädagoge oder Therapeut. Sie sind ganz normale Familienhunde.

Der Besuchshund besucht zusammen mit seinem Herrchen oder Frauchen Schulen, Kindergärten, Pflege- und Altenheime, um den Menschen dort eine schöne abwechslungsreiche Zeit zu schenken.

Etwa einmal in der Woche geht der Hund mit seinem Hundeführer in eine dieser Einrichtung. Die Hunde führen Kunsttücke und Tricks vor, spielen mit den Menschen,  lassen sich „bürsteln“ oder sind einfach nur da und werden gestreichelt.

Die Besuchshunde mit ihren Hundeführern erhalten bei uns eine Ausbildung. Monatliche Treffen und Trainings stehen auf dem Plan.

Breitenausbildung Hund

Breitenausbildung heißt Bildung für Jedermann, in unserem Fall für jeden Hundebesitzer.

Wir haben ein größeres, sich ständig erweiterndes Repertoire. Besonders interessant und wichtig  ist der Kurs „Erste Hilfe am Hund“. Es kann so schnell etwas passieren. Sie gehen total entspannt mit Ihrem Hund spazieren und in der nächsten Sekunde tritt er in eine Glasscherbe und schneidet sich die Pfote auf. Was kann ich tun? Wie kann ich meinem Hund helfen? Wie verhalte ich mich richtig? Deshalb bieten wir mehrfach im Jahr einen ersten Hilfe Kurs für den Hund an.

Im Angebot gibt es Kurse, die sich auf das Zusammenleben mit dem Vierbeiner und mit Problemhunden befassen.

Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV/KIT)

KIT
 

Die Aufgabe der Krisenintervention im Rettungsdienst ist die Betreuung von Menschen, die nach einem traumatischen Ereignis unter starken seelischen Belastungen leiden oder unter akutem psychischem Schock stehen und nicht medizinisch körperlich versorgt werden müssen. Dies können zum Beispiel Angehörige von verstorbenen oder verunfallten Personen sein.
 
Krisenintervention im Rettungsdienst versteht sich als eine präventive Maßnahme gegen das Entstehen einer sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung und pathologischer Trauer.

Die Betreuung erfolgt unmittelbar im Anschluss an den Einsatz des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und Polizei und erstreckt sich über die ersten Stunden nach dem Trauma.

Besteht der Bedarf an einer weitergehenden Betreuung oder die Gefahr einer längerfristigen Traumatisierung, wird den Betroffenen angeraten, sich zur weiteren Betreuung an psychologische Einrichtungen zu wenden.

 Die Anforderung kann durch Polizei, Rettungs- und Notarztdienst, Haus-/Bereitschaftsärzte, die Feuerwehren sowie durch das Notfall-Seelsorgeteam des Flughafens München erfolgen. Die Alarmierung erfolgt ausschließlich über die Rettungsleitstelle des Bereiches Erding/Freising/Ebersberg.

Technik und Sicherheit

Das Konzept des Fachdienstes Technik und Sicherheit greift, wenn bei größeren Einsätzen die Komponenten Rettungsdienst und Schnelleinsatzgruppe an die infrastrukturellen Grenzen stoßen.

Er übernimmt die sicherheitstechnische Absicherung der Einsatzeinheiten (ggf. in Abstimmung mit anderen Organisationen, z.B. Feuerwehr oder THW) während eines Einsatzes und kleinere logistische Aufgaben.

Die Einsatzkräfte sind technische Spezialisten. Sie lösen Fragen rund um die Sicherheit bei Einsätzen und bei vielen technischen Problemen im Bereich des Materialsektors.

Information und Kommunikation

Die Aufgaben des Fachdienstes Information und Kommunikation sind die Beratung und Unterstützung der Führungsgruppe bzw. der Sanitätseinsatzleitung, in allen Fragen der Nachrichtenübermittlung, sowie das Herstellen und Halten von Fernmeldeverbindungen mit modernen Kommunikationssystemen.

Moderne Kommunikationssysteme müssen Nachrichten, Meldungen, Weisungen und Aufträge sicher und schnell übermitteln. Sie sind unerlässlich zum Treffen von  Entscheidungen beim Einsatz von Einsatzkräften und Material.

Aufgaben des Fachdienstes Information und Kommunikation im Einsatz:

  • Aufbau und Instandhaltung der Kommunikation im Einsatz
  • Unterstützung des Einsatzleiter
  • Registrierung & Dokumentation
  • Disposition der Einsatzmittel und -Kräfte
  • Technische Arbeiten im Bereich der Kommunikation
  • Lagedarstellung

Der Fachdienst dient im Einsatzfall als Unterstützungsgruppe des Organisatorischen Leiters und des Leitenden Notarztes. Eine weitere wichtige Aufgabe für den Fachdienst der BRK-Bereitschaften ist die gesetzlich geregelte Unterstützung der sog. Sanitäts-Einsatzleitung, die aus dem Organisatorischen Leiter und dem Leitenden Notarzt besteht.

Diese Aufgabe ist gerade in der immer weiter steigenden Forderung nach Qualifikation, Qualität und Flexibilität eine große Herausforderung für den Fachdienst der Zukunft. Hierfür stehen den Einheiten des Fachdienstes spezielle Fahrzeuge mit umfangreicher Kommunikationstechnik zur Verfügung.

Betreuungsdienst

Der Betreuungsdienst ist ein Fachdienst des Katastrophenschutzes. Er wird von aktiven ehrenamtlich Mitglieder der Bereitschaften getragen und gliedert sich in drei klassische Bereiche. Verpflegung - Soziales – Unterkunft.
Dies kann bereits weit unterhalb der Katastrophenschwelle der Fall sein.

Die Schwerpunkte liegen dabei in der sanitätsdienstlichen Versorgung von Verletzten (SEG-Behandlung) und deren Transport (SEG-Transport), sowie in der Betreuung / Verpflegung von unverletzter Betroffener (SEG-Betreuung).

Der Betreuungsdienst…

  • leistet den Betroffenen überall dort Hilfe, wo sie sich aufgrund der Situation aus eigenem Vermögen nicht mehr selbst helfen können
  • betreut und versorgt hilfsbedürftige Menschen mit den lebensnotwendigen Versorgungsgütern
  • sorgt für Verpflegung und vorläufige, vorübergehende Unterbringung von Betroffenen
  • sichert die sozialen Belange der Betroffenen
  • ist zuständig für die Registrierung
  • kümmert sich um besonders hilfsbedürftige Personen, insbesondere Kinder, Mütter, Behinderte, alte und gebrechliche Menschen
  • hilft mit bei der Weiterleitung von Betroffenen, eventuell als Begleitperson
  • hält für den Alarmfall die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) BETREUUNG und VERPFLEGUNG vor
  • arbeitet komplett ehrenamtlich

Rettungsdienst

Die Mitglieder der Sanitätsbereitschaften übernehmen ehrenamtlich Dienste im Rettungsdienst. In der Notfallrettung und im Krankentransport werden bis zu 12 Stunden je Schicht geleistet.

Für die Tätigkeit im Rettungsdienst werden spezielle Ausbildungen benötigt. Der Fahrer eines Rettungs- oder eines Krankentransportwagens sollte mindestens eine Sanitätsausbildung haben. Der Fahrer eines Notarzteinsatzfahrzeuges oder der Beifahrer eines Krankentransportwagens haben die Ausbildung zum Rettungssanitäter absolviert. Beifahrer im Rettungswagen müssen Rettungsassistenten bzw. Notfallsanitäter sein. Im Rettungsdienst sind Männer und Frauen tätig.

Sanitätsdienst

Die Helferinnen und Helfer im Sanitätsdienst übernehmen die Absicherung von Veranstaltungen. Das Spektrum reicht von Sportveranstaltungen über Konzerte und Theateraufführungen bis hin zu Volksfesten. Der Sanitätsdienst ist eine Hauptaufgabe der Sanitätsbereitschaften. Erfahrungen gibt es durch verschiedene Großveranstaltungen, die seit Jahren sanitätsdienstlich betreut werden.

Für den Sanitätsdienst werden die Ausbildungen als Sanitäter/in, Rettungssanitäter/in, Rettungsassistent bzw. Notfallsanitäter benötigt.

Katastrophenschutz / Schnelleinsatzgruppe

Der Katastrophenschutzes kommt bei Großschadensereignissen, Naturkatastrophen oder einer kriegerischen Auseinandersetzung zum Einsatz. Dabei werden die medizinische Versorgung und der Transport in Krankenhäuser übernommen. Die Unterbringung von Evakuierten oder obdachlos gewordenen Bürgern und deren Versorgung mit den notwendigen Dingen des täglichen Bedarfes werden von dem Fachbereich Betreuungsdienst im Katastrophenschutz übernommen.

Neben der erweiterten medizinischen Grundausbildung, benötigen die ehrenamtlichen Helfer Ausbildung in den Bereich Betreuung, Psychosoziale Notfallversorgung, Kommunikation und Technik.

Rückholdienst

Bei Krankheit oder Unfall im Urlaub (In- und Ausland) kümmert sich das BRK um die Rückholung in den Heimatort oder ein Krankenhaus in der Nähe. Mitglieder (Aktive und Fördermitglieder) und Mitarbeiter des Roten Kreuzes können diesen Service nutzen. Der luftgebundene Rücktransport läuft über den DRK-Flugdienst. Der bodengebundene Transport für Mitglieder und Mitarbeiter aus dem Landkreis Erding erfolgt durch die Sanitätsbereitschaften. Regelmäßig werden Rückholungen aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland, mit dem eigenen Krankenwagen durchgeführt.

Je nach Anforderung wird hier die Ausbildung zum Rettungssanitäter oder Rettungsassistent benötigt.

Motorradstreife

Die Motorradstreife ist während der Hauptreisezeit von Juni bis September im Einsatz. Sie ist vor allem auf Autobahnen und viel befahrenen Bundesstraßen unterwegs. Die Motorradstreife dienst als fahrende Notrufsäule, kümmert sich um Angehörige der Notfallpatienten und berät Reisende. Zusätzlich leistet sie Lotsendienste für Ortsfremde und transportiert Blutkonserven.

Schnelleinsatzgruppe

Die Schnelleinsatzgruppen (SEG) des Roten Kreuzes im Landkreis Erding wurden in Dorfen, Erding und Isen gebildet, um die Leistungsfähigkeit und Reaktionszeit des Sanitäts- und Betreuungsdienstes effizienter zu gestalten. Ferner steht in Taufkirchen eine Unterstützungsgruppe für den Rettungsdienst zur Transportverstärkung bereit.

Die Schnelleinsatzgruppe bildet die jederzeit verfügbare Einsatzeinheit. Sie kommt zum Einsatz, wenn die regulär vorhandenen Kräfte des Rettungsdienstes nicht ausreichen, um ein Schadensereignis zu bewältigen.

Im Landkreis Erding stehen mehrere unterschiedliche Schnelleinsatzgruppen des Roten Kreuzes rund um die Uhr zum Einsatz bereit.

Die Ehrenamtlichen werden bei Bedarf von der Integrierten Leitstelle Erding alarmiert.

Weitere Informationen unter:

ber sandienst
 
 

 

Im Landkreis Erding gibt es drei Sanitätsbereitschaften. In Dorfen, Erding und Isen.

www.bereitschaft-erding.de
www.brk-isen.de
www.arbeitskreis-krisenintervention.de
www.hunde-brkerding.de

Ansprechpartner

Tel.: (0 81 22) 97 62 0

Kreisbereitschaftsleiter:
Dieter Pfanzelt, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Stellv. Kreisbereitschaftsleiter:
Leonhard Brummer, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!